Veranstaltungen

Aktuell

Symposium: Soziale Nachhaltigkeit

Potsdam, 2. November 2017, 9 bis 17 Uhr

Call for Papers

Mit den im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Sustainable Development Goals (SDGs) der Agenda 2030 wurden erstmals soziale und ökologische Nachhaltigkeitsziele systematisch verknüpft. Bei den sozialen Nachhaltigkeitszielen wurden ebenfalls erstmals auch die Industrieländer zum Adressaten und nicht ausschließlich die sogenannten Entwicklungsländer, wie noch bei der Vor-Agenda, den Milleniums-Entwicklungszielen der Agenda 2015.

Inwieweit verändern sich jedoch soziale und vor allem sozialpolitische Modernisierungsziele im Kontext der Nachhaltigkeitsperspektive? Lässt sich überhaupt von „Sozialer Nachhaltigkeit“ sprechen und wenn ja, was ist damit genau gemeint? Genügen die unter dem Begriff „sozial-ökologische“ Forschung und Politik formulierten Fragestellungen den komplexen Anforderungen der SDG und eines Programm Sozialer Nachhaltigkeit?

Da hier berechtigte Zweifel bestehen, beauftragte das IASS im Sommer 2016 das ISÖ mit einer Studie zu „Soziale Nachhaltigkeit. Konzept und Operationalisierung“, die im Frühjahr 2017 unter dem Titel „Soziale Nachhaltigkeit. Auf dem Weg zur Internalisierungsgesellschaft“ im oekom Verlag erschien.

Das gemeinsam von IASS und ISÖ am 2. November 2017 in Potsdam veranstaltete Symposium soll anlässlich der Studie und ihrer Buchveröffentlichung die wissenschaftlichen und politischen Perspektiven des Konzepts Soziale Nachhaltigkeit ausloten. Verhandelt werden insbesondere folgende Fragestellungen, sowohl in deutscher, europäischer und international vergleichender Perspektive:

  • Was ist der Forschungsstand zum Verhältnis von Wohlfahrtsregime und Umweltregime? Sind wechselseitige Steigerungen zu beobachten? Welche Rolle spielen dabei welche Normative?
  • Welche Bedeutung kommt außersozialwissenschaftlichen Perspektiven in der Forschung zu Sozialer Nachhaltigkeit zu? Inwieweit kann der Fokus Soziale Nachhaltigkeit einen Beitrag zu vertiefter Transdisziplinarität in der Nachhaltigkeitsforschung leisten?
  • Welche politischen Verwendungszusammenhänge des Konzepts Soziale Nachhaltigkeit lassen sich beobachten? Kann das Konzept einen Beitrag zur Entwicklung einer neuen gesellschaftspolitischen Arena auf der Grundlage von SDG und Menschenrechten leisten?
  • Wie lassen sich Aspekte der Sozialen Nachhaltigkeit empirisch messen? Welche Indikatoren sind hier angemessen und wie lassen sich die Ergebnisse interpretieren?

Das Symposium ist ein Teil der Berlin Science Week. Bisher liegen Zusagen für Symposiumsbeiträge vor von Prof. Dr. Ortwin Renn (IASS) / Prof. Dr. Michael Opielka (ISÖ) / Prof. Dr. Anita Engels (Universität Hamburg) / Prof. Dr. Anna Henkel (Leuphana Universität) / Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB

Mit diesem Call sollen auch Kolleginnen und Kollegen erreicht werden, die nicht zu den Netzwerken der Veranstalter zählen. Zum jetzigen Zeitpunkt können keine Zusagen für Kostenübernahmen gemacht werden. Angestrebt wird eine Veröffentlichung der Symposiumsbeiträge.

Rückfragen bitte an Prof. Dr. Michael Opielka unter michael.opielka@isoe.org

Anmeldungen von Beiträgen bis 10. August 2017
an Frau Sophie Peter, M.Sc. unter sophie.peter@isoe.org

Hier als PDF zum downloaden.

Stand: 4. Juli 2017


Konferenzen und Workshops