Aufsatz

Michael Opielka, Klimapolitik, Nachhaltigkeit und Soziale Arbeit (2026)

Michael Opielka, Klimapolitik, Nachhaltigkeit und Soziale Arbeit, in: Andreas Langer/Tobias Sander (Hrsg.), Soziale Arbeit und Politikwissenschaft(en), Weinheim/Basel: Beltz Juventa 2026, S. 25–34

Prof. Dr. Michael Opielka zeigt in seinem Beitrag „Klimapolitik, Nachhaltigkeit und Soziale Arbeit“, dass ökologische Transformation und soziale Gerechtigkeit nur gemeinsam gedacht werden können. Sozialpolitik und Umweltpolitik seien historisch getrennt entwickelt worden, müssten angesichts der Klimakrise jedoch stärker miteinander verbunden werden. Zentral ist dabei der Begriff der „Sozialen Nachhaltigkeit“, den Opielka als Brücke zwischen sozialer Sicherheit, ökologischer Verantwortung und demokratischer Teilhabe versteht.

Der Beitrag analysiert unterschiedliche Verständnisse Sozialer Nachhaltigkeit – von klassischen Verteilungsfragen bis hin zu menschenrechtsbasierten, garantistischen Ansätzen. Auf Grundlage der Wohlfahrtsregimetheorie entwickelt Opielka eine Typologie, die zeigt, wie unterschiedliche politische Systeme auf die Herausforderungen von Klimawandel und sozialer Ungleichheit reagieren.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle der Sozialen Arbeit. Sie könne Nachhaltigkeitsziele in konkrete soziale Praxis übersetzen, gesellschaftliche Teilhabe stärken und lokale Transformationsprozesse begleiten. Soziale Arbeit werde damit zu einem wichtigen Akteur gesellschaftlicher Veränderung hin zu einer sozial nachhaltigen Gesellschaft.

Der Beitrag plädiert für eine „garantistische“ Sozialpolitik, die universelle soziale Sicherung mit Klimapolitik verbindet – etwa durch Bürgerversicherungen, Bürgergeld oder Klimageld. Nachhaltigkeit erscheint dabei nicht als Verzichtsprojekt, sondern als gesellschaftliche Zukunftserzählung, die soziale Stabilität, Demokratie und ökologische Verantwortung zusammenführt.

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