Aufsatz
Michael Opielka, Sozialpolitische Reformen als soziologische Praxis (2026)
Michael Opielka, Sozialpolitische Reformen als soziologische Praxis, in: Birgit Blättel-Mink u.a. (Hrsg.), Potenziale soziologischer Praxis. Reihe „Sozialwissenschaften und Berufspraxis“. Wiesbaden: Springer VS 2026, S. 19-35
Der Beitrag gehört zum Genre der autobiographischen Soziologie, der Autosoziographie, wie sie durch Autoren wie Didier Eribon oder Pierre Bourdieu beeinflusst wurde. Es handelt sich dabei um einen Forschungsansatz, der persönliche Lebenserfahrungen, die Autobiographie, mit soziologischer Theorie und Analyse verknüpft. Er zielt darauf ab, soziale Strukturen, Machtverhältnisse und soziale Mobilität durch die Linse des Individuums zu verstehen und nähert sich einem in der Ethnologie weit verbreiteten Ansatz, der die Subjektivität des Forschenden einbezieht. Sowohl Untersuchungsgegenstand wie -perspektive unterscheiden sich nicht unerheblich von den bisherigen Protagonisten des Genres. Gegenstand ist in diesem Text der Prozess einiger sozialpolitischer Reformen im Deutschland der letzten Jahre, vor allem auf dem Feld der Reform der Grundeinkommenssicherung sowie des Zusammenhangs von Sozialpolitik und Klimapolitik. Perspektive ist die eines Autors, der als wissenschaftlicher Akteur in diesen Prozessen involviert war und ist, zugleich aber machtfern und reflexionsnah operieren konnte.
Der Beitrag erschien im Band „Potenziale soziologischer Praxis“, herausgegeben von Birgit Blättel-Mink, Corinna Onnen, Michael Opielka, Bastian Roet, Katrin Späte und Rita Stein-Redent, in der Reihe „Sozialwissenschaften und Berufspraxis“ bei Springer VS im Herbst 2026. Hier finden Sie den Titel mit weiteren Angaben auf der Seite des Verlages:
„Potenziale soziologischer Praxis“ bei Springer VS