Veröffentlichung

Fortschritt – der ISÖ-Podcast – Folge 14 – Geschlecht und Sozialstaat

Wie prägt der Sozialstaat Geschlechterverhältnisse – und warum bestehen Ungleichheiten trotz formaler Gleichstellung fort? In Folge 14 des ISÖ-Podcast „Fortschritt“ spricht Prof. Dr. Michael Opielka mit Prof. Dr. Ute Klammer über die komplexe Beziehung von Geschlecht und Sozialstaat. Ausgehend von aktuellen Entwicklungen im Wissenschaftsmanagement – insbesondere dem Aufbau des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) – wird deutlich, wie sehr Forschung heute von großen Verbundstrukturen und administrativen Anforderungen geprägt ist.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der „Third Mission“ der Wissenschaft: der Politikberatung. Im Zentrum steht die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungsprozesse einfließen können – und warum dies oft schwierig bleibt.

Der zentrale Teil der Folge zeigt, wie sozialstaatliche Institutionen wie Ehegattensplitting, Minijobs oder Rentenregelungen zur Stabilisierung traditioneller Geschlechterrollen beitragen. Besonders bei Familiengründungen entstehen strukturelle Ungleichheiten, die sich über den gesamten Lebenslauf fortsetzen.

Abschließend diskutieren die Gesprächspartner kulturelle Entwicklungen, gesellschaftliche Spannungen und Fragen sozialer Nachhaltigkeit. Dabei wird deutlich: Fortschritt ist kein linearer Prozess, sondern von Ambivalenzen und Rückschritten geprägt.

Alle Folgen des Podcast sind bei Podigee zu finden.

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